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enos, das Magazin "von Weinen, Menschen und Kulturen", ist ein Weinmagazin neuen Stils. Mehr als auf das Produkt und seine Entstehung legt sie den Fokus auf die Menschen der Weinwelt und ihre Geschichten. enos liefert hochwertigen, spannenden, gut geschriebenen und nicht zuletzt eindrucksvoll illustrierten Journalismus. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, arbeitet enos mit einer Reihe der besten Journalisten, Fotografen und Erzähler Europas zusammen.

 

Unter ihnen die Krimiautorinnen Elisabeth Herrmann, Eva Lirot und Fenna Williams, der in Rom lebende US-Schriftsteller Gaither Stewart, die in Israel beheimatete Journalistin Agnes Fazekas, die Wissenschaftler Björn Held und Thomas A. Vilgis, der italienische Weinguru Daniele Cernilli und viele mehr. enos richtet sich an Menschen, für die Wein zum Lebensgefühl gehört, die aber nicht nur über Genuss lesen, sondern beim Lesen genießen wollen. enos, das ist vier Mal im Jahr Genuss und Kultur.

Editorial der aktuellen Ausgabe

Wozu braucht der Mensch ein Weingesetz? Nun ja, kein Deutscher würde eine solche Frage wohl je stellen, denn dass hierzulande alles, und damit auch die Weinproduktion per Gesetz geregelt gehört, gilt uns als unumstößliche Wahrheit. Wobei es dann allenfalls auffällt, wie viele wichtige Dinge nicht durch Gesetze geregelt sind – meist dann, wenn mächtige Lobbygruppen an einer solchen gesetzlichen Regelung kein Interesse haben.

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Unser Weingesetz ist allerdings in die Jahre gekommen, und daran zweifelt eigentlich kaum jemand. Es datiert aus einer Zeit, in der der europäische – nicht nur der deutsche – Weinbau auf Masse getrimmt wurde, in der immer größere Kellereien immer größere Mengen zu immer kleineren Preisen auf die Märkte warfen. Da musste natürlich auch die Möglichkeit geschaffen werden, diese gigantischen Mengen unter einheitlichen Etikettenbezeichnungen zu füllen – Bereiche und Großlagen waren das Mittel der Wahl.

Dann kam die EU mit ihrer Regulierungswut – natürlich war es in Wahrheit immer die Wut der nationalen Regierungen –, die eine Koexistenz von „germanischem“ und „romanischem“ Weinrecht nicht tolerieren konnte. Wobei es völlig unerheblich war, welches der beiden oder ob überhaupt eines grundsätzlich das bessere war – für den Verbraucher, der im Dickicht der Bezeichnungen nie einen Durchblick hatte, war die Fage immer eher belanglos.

2009 wurde der rechtlichen Koexistenz ein Ende gesetzt, und 2020 entschloss sich Berlin, das romanische System endgültig zur Grundlage deutschen Rechts zu machen. Wie die Geschichte ausging, schildert Carsten M. Stammen in seinem Report „Großer Wurf oder großer Murks?“.

Ein Stück Geschichte lieferte uns auch Agnes Fazekas, die auf den Spuren des Barons Edmond James de Rothschild ins israelische Carmel-Gebirge fuhr. Dort sprach sie mit den Nachfahren der jüdischen Siedler, die seit dem Ende des 19. Jahrhunderts ins Land geströmt waren und mit der Hilfe des „Gönners“ Rothschild und unter dessen fast feudaler Herrschaft die Grundlagen für den heutigen Weinbau legten.

Von einem ganz anderen Lebensgefühl handelt der Bericht des Südafrika-Korrespondenten Christian Putsch, der sich in den Weingütern des Westkaps erzählen ließ, wie deren Belegschaft mit Hilfe von Musik und Tanz versuchte, zumindest moralisch unbeschadet über die Corona-Krise zu kommen.

In der Hoffnung, Ihnen auch in diesen schwierigen Zeiten wieder ein Stück Lesevergnügen bieten zu können, wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Stöbern in dieser Ausgabe von enos und vor allem für die kommenden Monate Gesundheit und Zufriedenheit.

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14.000 lexikalische Artikel rund um den Wein und die Kochkunst

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60.000 Verkostungsnotizen von Weinen aus aller Welt

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