Image is not available

enos Kultur

Image is not available

enos Fotos

Image is not available

enos Wein

Image is not available

enos Verkostungen

Slider

Liebe Leserinnen und Leser

Wenn man, wie ich selbst vermutlich in der einen oder anderen Hinsicht, in der Welt der Sammler und Jäger zur Kategorie der Sammler gehört, muss man sich nicht wundern, wenn beim Stöbern in alten Ablagen und Aktenordnern immer mal wieder Kurioses ans Tageslicht kommt. Texte, die man vielleicht sogar selbst verfasst, mit einiger Sicherheit aber lange vergessen, verdrängt hatte. Dass ich den Essay „Dialektik und Staatsrecht“ in den frühen 1970er Jahren im Rahmen meines Studiums am Frankfurter Fachbereich „Gesellschaftswissenschaften“ geschrieben hatte, war mir dabei, als ich ihn unvermittelt in Händen hielt, zwar noch bewusst, nicht aber, dass ich ihn aufbewahrt hatte und noch weniger, was ich seinerzeit geschrieben hatte.

Das Ganze war ein Versuch gewesen, mithilfe Hegels (vor allem Rechtsphilosophie, Logik und Enzyklopädie) dem schrägen Dreiklang aus beton-dogmatischem, real existierendem Marxismus, aus marxistisch-leninistischem Geschwurbel und aus spontaneistischem, mehr oder weniger theorielosem Aktionismus zu entgehen, der die spätachtundsechziger Diskussionen prägte. Genauer gesagt, sollte dabei nicht nur Hegel helfen, sondern eine parallele Auseinandersetzung mit Hegel und dem, was Marx an Philosophischem und Ökonomischem (Feuerbachthesen, Die deutsche Ideologie, Kapital 1-3, Theorien über den Mehrwert, Grundrisse der Kritik der Politischen Ökonomie, etc.) produziert hatte – nicht ohne dabei immer wieder in gängige Schemata und Hoffnungen der damaligen Protestbewegung einzuzahlen, in der viel von Klassen, Klassenkampf, Materialismus und Revolution die Rede war. Das war damals für nicht wenige so etwas wie das Eingangsticket zur Diskussion, deren Chuzpe, getränkt mit raumgreifenden Formulierungen und möglichst wenig Konjunktiven, heute erstaunen muss.

Die – vermutete oder tatsächliche –  Parallelität Hegel-Marx entsprach einem Gedanken der zweiten Generation Kritischer Theoretiker der Frankfurter Schule, der von Alfred Sohn-Rethels „Warenform und Denkform“ (mit Alfred Schmidt, Hans-Jürgen Krahl, Helmut Reinicke und anderen) genährt, davon ausging, dass die Hegel-Marxsche Philosophie ein kausal begründbares Abbild der ökonomischen Formbestimmungen unserer (bürgerlichen,  kapitalistischen) Gesellschaft darstellten, wobei Marx mit seiner ökonomischen Theorie Hegel sozusagen „vom Kopf auf die Füße“ gestellt habe.

Der vermutete kausale Zusammenhang stellt sich natürlich heute komplexer dar, als seinerzeit gedacht; dennoch scheint mir der Essay in theoriegeschichtlicher Hinsicht ein interessanter Beitrag, der auch ganz ohne das seinerzeitige Revolutions-Pathos in der erkenntnistheoretisch auch heute noch sinnvoll erscheinenden Aussage endet, dass die Wahrheit der Theorie in der Praxis liegt.

Ihr
Eckhard Supp

enos Wein

Begrabt mein Herz an der Biegung … der Mosel!

von Eckhard Supp letzte korrigierte Fassung vom 24.7.24, 14:48 Uhr Unfälle, Naturkatastrophen, Kriege … Die Liste der Assoziationen, die sich wohl jedem bei Nennung des „Roten Kreuzes“ einstellen, ist lang – Wein dürfte mit einiger Sicherheit nicht dazu gehören. Und doch betreibt das Deutsche Rote Kreuz mit seinem „Sozialwerk Bernkastel-Wittlich“ an der Mosel sein weltweit […]

Die Band vom See

von Eckhard Supp Gelegentlich nennen sie sich „aboriginal people“, auch wenn wahrscheinlich die meisten Menschen diese Bezeichnung eher mit den Ureinwohnern Australiens assoziieren würden. Ansonsten sind sie „Osoyoos“, eine „native band“, eine „first nation“ oder ein „tribe“, wie man in Kanada respektive den USA eingeborene Gesellschaften nennt. Sie leben seit Urzeiten an den Ufern des […]

Trinken (bis) weil der Arzt kommt

Nach heutigen Maßstäben scheint es unvorstellbar, und wirklich gesichert ist die Zahl wohl auch nicht: Im berühmten Hötel-Dieu von Beaune, Teil des historischen Hospitals „Hospices Civils de Beaune” der Weinhauptstadt des Burgund, sollen die Alten und Kranken, die hier zur Zeitenwende zwischen Mittelalter und Neuzeit gepflegt wurden, für den persönlichen Konsum ein Recht auf sage […]

enos Kultur

Dialektik und Staatsrecht in der Hegelschen Philosophie des Rechts

von Eckhard Supp Text von 1974 letzte korrigierte Fassung 31.3.2026 zur pdf-Version dieses Essays geht es hier …   Vorrede Wenn man, wie ich selbst vermutlich in der einen oder anderen Hinsicht, in der Welt der Sammler und Jäger zur Kategorie der Sammler gehört, muss man sich nicht wundern, wenn beim Stöbern in alten Ablagen […]

Falsch abgebogen – Viel Positives fürs Negative

Eine Rezension von Eckhard Supp letzte korrigierte Fassung vom 21.12.25 Der Name Karl Heinz Haag (1924-2011) dürfte selbst unter Adepten der deutschen Philosophie des 20. Jahrhunderts keiner sein, mit dem man spontan sehr viel verbinden kann. Das mag zumindest teilweise daran liegen, dass der im Frankfurter Stadteil Höchst geborene Haag, ein Vertreter der zweiten Generation […]

Fotos betrachten – aber doch nicht so!

Eine Rezension von Eckhard Supp letzte korrigierte Fassung vom 25.10.25 (Links zu den im Text erwähnten Fotos, s. Anhang) Eigentlich klang der Titel interessant, und die beim raschen Durchblättern von „Fotografie betrachten“ entdeckten Abbildungen verstärkten den positiven Eindruck. Dabei kommt der französische Autor, Laurent Jullier, gar nicht aus der Welt der Fotografie, sondern aus der […]

Der aktuelle Verkostungsreport
Bild ist nicht verfügbar
Shadow
Slider
Image is not available

14.000 lexikalische Artikel rund um den Wein und die Kochkunst

Image is not available

Mehr als 60.000 Verkostungsnotizen von Weinen aus aller Welt

Image is not available

Die schönsten Bilder aus
50 Jahren Fotografie

Slider
Scroll to top