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enos, das Magazin "von Weinen, Menschen und Kulturen", ist ein Weinmagazin neuen Stils. Mehr als auf das Produkt und seine Entstehung legt sie den Fokus auf die Menschen der Weinwelt und ihre Geschichten. enos liefert hochwertigen, spannenden, gut geschriebenen und nicht zuletzt eindrucksvoll illustrierten Journalismus. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, arbeitet enos mit einer Reihe der besten Journalisten, Fotografen und Erzähler Europas zusammen.

 

Unter ihnen die Krimiautorinnen Elisabeth Herrmann, Eva Lirot und Fenna Williams, der in Rom lebende US-Schriftsteller Gaither Stewart, die in Israel beheimatete Journalistin Agnes Fazekas, die Wissenschaftler Björn Held und Thomas A. Vilgis, der italienische Weinguru Daniele Cernilli und viele mehr. enos richtet sich an Menschen, für die Wein zum Lebensgefühl gehört, die aber nicht nur über Genuss lesen, sondern beim Lesen genießen wollen. enos, das ist vier Mal im Jahr Genuss und Kultur.

Editorial der aktuellen Ausgabe

Ich kann sie schon hören, die ewigen Verharmloser. „Nicht jeder, der Wein trinkt oder ein Weinfest besucht oder veranstaltet, ist doch gleich ein Nazi“, maulen sie. Da haben sie natürlich Recht, und ich wäre der Letzte, der das Gegenteil behaupten wollte. Schließlich bin ich selbst Weintrinker und habe bereits mehr als ein Weinfest besucht. Dennoch ist die nonchalante und geschichtsvergessene Art, mit der die Verantwortlichen der rheinhessischen Weinbaugemeinde Bechtheim auf ihrer Internetseite die 1992 beschlossene Wiederaufnahme einer aus der Nazizeit stammenden Tradition feiern, inakzeptabel.

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Es geht um die Weinpartnerschaft Bechtheims mit der Stadt Erfurt und um den zu Ehren dieser Patenschaft gefüllten „Padrinowein“. Dessen „Geschichte geht in das Weinjahr 1934 zurück. Zwei Kaufleute aus Erfurt reisten damals in den Weinort Bechtheim, der 15 Kilometer nördlich der Nibelungenstadt Worms liegt … Sie kauften einige Fässer Bechtheimer Wein auf und transportierten sie nach Erfurt. Hier schenkten sie diesen in den Erfurter Gasthäusern und auf dem Anger in aufgestellten Weinlauben aus“, heißt es auf der Homepage der Bechtheimer.

Was derart als harmlose Initiative zweier „Kaufleute“ geschildert wird, war in Wahrheit Teil einer deutschlandweiten, zentral orchestrierten Kampagne der NSDAP. Das Wie und das Warum dieser Kampagne, im Rahmen derer sich der deutsche Weinbau vor den Karren der Nazipropaganda spannen ließ, erklärt Christof Krieger, Leiter des Mittelmosel-Museums in Traben-Trarbach, in seinem Text „Saufen für den Führer!“, den er für enos schrieb.

Keine Angst, es geht in dieser Ausgabe nicht nur um solche, zugegeben schwierige Themen. Wir setzen wie versprochen auch unsere kleine Serie von Kurzportraits der aktuellen Protagonisten der Weinbranche in Deutschland fort, berichten von einer Reise auf der legendären französischen, von großartigen Weinbaugebieten gesäumten „Route Nationale 7“ zwischen Lyon und Avignon und lassen Sie wissen, welches die besten von uns kürzlich verkosteten österreichischen Rotweine sind.

Österreich ist überhaupt so etwas wie ein kleiner Schwerpunkt dieser Ausgabe. Zusätzlich zu unserer Empfehlung eines schönen Gästehauses im Wachauer Mautern hat Juliane Fischer, Journalistin und selbst Winzertochter, für enos ein Weingut besucht, dessen Besitzer gegen die überhandnehmende Zerstörung der traditionellen Weinbergsbiotope im benachbarten Kremstal kämpfen. Ihre Reportage lesen Sie auf Seite 12.

Abgeschlossen wird das Heft von einer neuen, schönen Kurzgeschichte des in Rom lebenden amerikanischen Schriftstellers Gaither Stewart sowie vom besten „Silvaner“-Rezept des Würzburger Sternekochs Bernhard Reiser. Wie immer wünsche ich Ihnen auch mit dieser Ausgabe von enos vergnügliche und informative Lesestunden.

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14.000 lexikalische Artikel rund um den Wein und die Kochkunst

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60.000 Verkostungsnotizen von Weinen aus aller Welt

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