Piemont 2009

Wie in jedem Mai seit mehr als eineinhalb Jahrzehnten lud die Piemonteser Vereinigung "Albeisa" auch in diesem Jahr wieder zu einem Verkostungszyklus der letzten Jahrgänge der beiden großen Nebbiolo-Weine Barolo und Barbaresco ein (die kleine Gruppe Roero konnten wir dieses Mal aus Zeitgründen nicht verkosten). Ergänzt wurden diese Proben aus perfekt organisierter Blindverkostung durch Weine, die wir Ende Mai auf einer erneuten Piemontreise, teilweise bei Besuchen in den Weingütern, degustieren durften. Dabei achteten wir mithilfe zahlreicher "Doppelverkostungen" darauf, dass die Resultate beider Verkostungszyklen miteinander harmonierten.

         

Auf dem Prüfstand fanden wir sowohl die beiden jüngsten, für den Verkauf freigegebenen Jahrgänge - Barolo 2005 und Barbaresco 2006 -, als auch einige ältere Weine, deren Entwicklung wir auf diese Weise begutachten konnten. Dabei ergab sich die eine oder andere Überraschung in positiver, leider gelegentlich auch in negativer Richtung, wobei sich der Großteil der Weine allerdings genau so präsentierte, wie wir ihn vor zwei, drei oder sogar sechs Jahren kennengelernt hatten.

Was die beiden "Jung"-Jahrgänge angeht, so litten beide unter der noch unter dem in der Erinnerung noch sehr präsenten, kraftvollen Jahrgang 2004. Die insgesamt 175 Barolos 2005, die wir verkosten konnten, schnitten in unseren Bewertungen im Schnitt eine ganze Klasse schlechter ab als die 186 2004er vor Jahresfrist und sogar noch ein wenig schwächer als die 177 Weine des Jahrgangs 2003, allerdings dann doch eine Spur besser als 2002 und 1997.

Beim Barbaresco 2006 (73 Weine) war der Abstand zum Jahrgang 2005 nur sehr gering, der zum 2004er schon etwas ausgeprägter (etwa ein halber Stern, um in unseren Bewertungen zu sprechen), allerdings präsentierte sich der Jahrgang deutlich besser als beispielsweise der sehr schwierige 2000er und lag etwa auf dem Niveau des 1997ers.

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